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Ein Traum geht in Erfüllung

Robert Hangartner aus Altstätten ist mit zwei Bildern im jüngsten Fotobuch der Vogelwarte Sempach vertreten.

Kurt Latzer

Der Oberrheintaler Holzbildhauer und Naturfotograf kauert gebeugt im Windfangstreifen. Den Fotoapparat mit dem langen Rohr – dem Objektiv mit langer Brennweite – hat Robert Hangartner im Anschlag. An diesem schönen Herbsttag ist er ohne Stativ auf der Pirsch, stets ein offenes Ohr für die Rufe der Vögel. Er erkennt jedes Tier an seiner Stimme, weiss wo die verschiedenen Vogelarten zu finden sind und zu welcher Tageszeit. Einige Schicksalsschläge haben ihn vor einigen Jahren wieder mehr in die Natur getrieben. «Dort schöpfe ich immer wieder neue Kraft», sagt Robert Hangartner.

Für Fotos international bekannt

Auf seinen ausgedehnten Spaziergängen durch die Rheintaler Rietlandschaft hat er auch die Liebe zur Natur und zur Fotografie wiederentdeckt. Besonders die Vögel haben es ihm angetan. So hat sich der Altstätter Holzbildhauer im Laufe der Jahre nicht nur zum Feldornithologen weitergebildet, sondern zahlreiche Kurse für Fotografie absolviert. Hierzulande, aber auch international, hat sich Robert Hangartner unter den Naturfotografen einen Namen geschaffen, wurde mehrfach für Tieraufnahmen ausgezeichnet. So auch auf einer der besten Internetseiten Europas für Natur- und Tierfotografie.

Wunsch gleich doppelt erfüllt

Doch ein lang gehegter Wunsch des Altstätters ging bisher nicht in Erfüllung. «Ich hoffte, eines Tages würde eine meiner Aufnahmen im Fotobuch der Vogelwarte Sempach veröffentlicht», sagt Robert Hangartner auf dem Spaziergang durchs Riet. Schon oft hatte er Bilder eingesandt. «Ich habe es leider nie unter die besten hundert Bil-der geschafft. Nun bin ich so-gar mit zwei Aufnahmen, der einer Waldohreule und eines Teichrohrsängers, im Buch vertreten», sagt der Feldornithologe.

«Photoshop-Bilder»nicht gestattet

Und stolz ist Hangartner zu Recht: Die Wahl des Motivs, die Szenerie, die Perspektive und die Belichtung sind hervorragend, die Tierbilder gestochen scharf. Dazu kommt die Zahl der Fotografen, die jedes Jahr um einen Platz im Sempacher Buch kämpfen.

«Jedes Jahr schicken 423 Fotografen aus etwa 30 Nationen geben 7000 Fotos ein. Jeweils die besten hundert Bilder werden veröffentlicht», sagt Robert Hangartner.

Und die Teilnahmebedingungen sind klar, an Bildbearbeitungsprogrammen veränderte Fotografien sind nicht zugelassen. Die Aufnahmen müssen in der originalen RAW- oder JPG-Datei eingeschickt werden.

Link zum Pressebericht


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